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Reportagen

Kultur, Kulturverständnis und das Wissen um die Anfänge

Christoph KolumbusChristoph Kolumbus, ein genuesischer Seefahrer in spanischen Diensten, entdeckte für die alte Welt, genauer für Spanien einst unter anderem die Karibikinsel Hispaniola.

Von da an wurde die neue Welt vehement erobert und nachhaltig besiedelt. Damit begann etwas, was man seither sicherlich mehr als weltbewegend nennen muss. OK, wäre es nicht Kolumbus gewesen, würde heute ein anderer Name in den Geschichtsbüchern stehen. Und sehr rühmlich kann man speziell die Geschichte von Kolumbus und den Seinen wohl auch nicht gerade nennen. Aber kennt ihr denn die wahren Hintergründe? Ihr denkt sicher ja!

Fragt man heute einen einfachen Dominikaner. woher er eigentlich stammt, wird er einem sicher nicht sagen, das er eigentlich der direkte Abkömmling von einst gestohlenen, dann entführten und letztendlich versklavten Afrikanern sei. Weitgeholt, er wird behaupten ein direkter Nachfahre von Kolumbus und seinen Mannen zuSanta Maria sein. Kolumbus war ein Held, sagen die Leute. Nur ist Kolumbien bekanntlich ein ganz anderes Land und statt dem Namen des eigentlichen Entdeckers, trägt das Land den Namen eines katholischen Ordens – der Dominikaner oder domini canes (Hunde des Herrn). Die Spiritualität des Ordens wird vom Ziel her bestimmt: „den Namen des Herrn Jesus Christus aller Welt zu verkündigen” oder anders gesagt, das die Dominikaner zur Zeit der Inquisition die meisten Inquisitoren stellten. Denn sie taten das sehr nachhaltig. Lassen wir unseren insularischen Dominikaner einfach in seinem Glauben ob der Ursprünge und ich denke mal, das dies auch die überall gelehrte und offizielle Version in den dominikanischen Schulen ist und nachzulesen in deren Schulbüchern. Item…

Man stelle sich mal folgendes Szenario vor! Da kommt im Jahr 1492 so ein genuesischer Seefahrer und Abenteurer daher und behauptet felsenfest, dass man Indien auch auf dem fast direkten Seeweg erreichen könne, anstatt den langen und umständliche und gefährlichen Umweg über Asien zu nehmen. Die meisten nannten ihn damals darum einen Hablador – einen Schwätzer. Isabella, die Königin war da anderer Meinung und ihr ging es um die Staatskasse. Was hatte sie groß zu verlieren? Also erlaubte sie dem Genueser mit vier Schiffen auf die Suche zu gehen. Nun sollte man wissen, dass die Spanier schon damals ein sehr stolzes und zum Teil wohlhabendes Volk waren. Welcher ehrbare Mann, der es bereits zu was gebracht hatte, würde dem Ruf eines heute italienischen Schwätzers folgen?

SklavereiMan sagt, dass Kolumbus seine Mannschaft wegen Mangel an Nachfrage in den andalusischen Gefängnissen rekrutierten musste. Es waren „Hidalgos“ – sprich eingelochte Spieler, Messerstecher, Taschendiebe, vom Rechten glauben abgekommene Geistliche, Vergewaltiger und Mörder. Die anderen hatten Besseres zu tun als mit einem Ausländer auf Entdeckungsreise zu gehen. Es war also für damalige Verhältnisse der Abschaum oder Männer die nichts zu verlieren hatten. Tolle Crew wird man da sagen! Das steht auch eigentlich nicht in den offiziellen Geschichtsbüchern und somit wissen das die Dominikaner auch nicht. Ich glaube aus ähnlichen Gründen wurde Australien besiedelt – für die damaligen Herren machte das durchaus Sinn. Aus den Augen mit euch….Und Kolumbus brach hoffnungsvoll auf!

Am 12. Oktober 1492 erreichten seine Schiffe mit dieser hoch - motivierten Crew dann die Neue Welt. Er ging mit seinen Leuten auf einer Insel der Bahamas an Land. Er gab ihr den Namen San Salvador. Das durfte er, denn er war schließlich der Erste. Auf seiner Weiterfahrt kam er am heutigen Kuba vorbei und segelte weiter – schließlich war er auf dem Weg nach Indien. Tragischerweise erlitt dann eines seiner Schiffe Schiffsbruch vor einer weiteren recht großen und unbekannten Insel. Und das war´s dann! Das war Hispaniola. Heute bekanntlich die Insel mit zwei Nationen. Der Dominikanischen Republik und Haiti.

Basiert die Geschichte der dominikanischen Republik also letztendlich auf einer Havarie? Denn aus den Überresten seines Schiffes errichtete Kolumbus die erste Festung für seine Auftraggeber, die Spanier. Eigentlich war er ja auf dem Weg nach Indien! Dummgelaufen könnte man das auch nennen. Der Rest ist Geschichte. Seine Festung, die er wegen des gerade aktuellen Datums schlauerweise La Navidad nannte, wurde so die erste Kolonie des spanischen Königreichs. Kolumbus kehrte er mit drei Schiffen um, um Königin Isabella seinen teilweisen Vollzug oder Erfolg zu melden. Die ließ sich hocherfreut nicht lumpen und ernannte ihn darauf zum Gouverneur und sogar zum Vizekönig. Man sollte sich bekanntlich nie über seinen Chef stellen und das war auch damals schon so. Somit war der Vizekönig ein guter Titel für einen königlichen „Landräuber“. Das La Navidad ein recht unrühmliches Schicksal erlitt, steht auch in etwa in den Geschichtsbüchern. Was sich grundlegend änderte, war die Einstellung der Spanier gegenüber Kolumbus.

Und so kehrte er mit vielen ehrbaren Männern zurück und machte Spanien reich.


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